 | Die Anfänge
Da man anfangs Glas noch nicht blasenfrei gießen konnte, bestanden die ersten Sehhilfen vorwiegend aus Quarz, Bergkristall oder grünen Halbedelsteinen, sog. Beryllen, woraus sich dann später der Name Brille entwickelte. Solche Stücke waren auf der einen Seite plan, auf der anderen konvex geschliffen und wurden direkt auf die Schrift gelegt.
Es ist wahrscheinlich, dass die ersten Brillen gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Pisa entstanden.
Im Jahre 1305 wurden in Murano bei Venedig zwei Linsen mit gestielten Ringen gefasst und diese Stiele zusammengenietet – so war die Nietbrille erfunden, die noch bis ins 16. Jahrhundert verwendet wurde.
Im Laufe der Zeit
wurden die Brillen immer eleganter. Für die Fassungen verwendete man zunächst Holz oder Leder, später Gold, Silber und echtes Schildpatt, verziert mit edlen Steinen, Perlen und Gemmen.
Aus dem 19. Jahrhundert sind uns Klemmbrillen, Nasenquetscher, Schläfen- und Ohrenbrillen bekannt. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erhielten die Brillen dann ihre gegenwärtige Form.
Fortsetzung
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