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| Prismen – wichtige optische Bausteine |
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Neben optischen Linsen bestimmt kaum ein optischer Baustein so sehr über die Leistungsfähigkeit eines optischen Instrumentes wie das Prisma. Je nach Wirkungsweise und Anwendung unterscheidet man Ablenkprismen, Dispersionsprismen, Polarisationsprismen und Reflexionsprismen.
Anwendungsbeispiele für Prismen
Prismen lassen sich als Spiegel zur Reflexion von Licht verwenden, aber auch um Licht zu brechen. Bestehen sie aus doppelbrechenden Materialien, so können sie polarisiertes Licht in Teilstrahlen zerlegen, den so genannten ordentlichen und den außerordentlichen Strahl. Dieser Effekt wird in zahlreichen optischen Instrumenten genutzt. In Mikroskopen sind Prismen notwendig für den Differentialinterferenzkontrast – DIC im Auflicht, DIC im Durchlicht. Als Bausteine in Refraktometern dienen sie zur Bestimmung der Brechzahl fester oder flüssiger Stoffe mit Hilfe der Totalreflexion.
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| Die Optik des Fernglases Victory 8X56 B T* von Carl Zeiss. | Strahlenverlauf bei prismatischen Brillengläsern. | Zucker-Refraktometer von Carl Zeiss von 1923. |
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Die ausgetüftelte Anordnung von Prismen erlaubt es, Ferngläser sehr kompakt herzustellen. Als Musterbeispiel dürfen wohl die Taschenferngläser gelten. Brillengläser mit eingearbeiteten Prismen dienen der Kompensation von Beeinträchtigungen des beidäugigen Sehens, beispielsweise bei Heterophorien oder Heterotropien, dem Schielen. Beim Schielen werden die abbildenden Strahlen vor dem anomal fixierenden Auge so abgelenkt, dass trotz abweichender Fixierlinie wieder ein normales Netzhautbild entsteht.
Refraktometer von Carl Zeiss
Auf der Basis der Arbeiten und praktischen Erfahrungen mit Prismen Wollastons und anderen aufbauend, wurde bei Carl Zeiss in Jena 1874 das Abbe-Refraktometer entwickelt. Die Weiterentwicklung führte zu speziellen Formen, die sich sehr gut für die schnelle Messung der Brechzahlen bei Flüssigkeiten eigneten. 1893 entstanden das Butter- und Milchfettrefraktometer. Mit dem Refraktometer nach Pulfrich entstand einige Jahre später ein Instrument, dass sich nicht nur als sehr praktisch für die Laborarbeit erwies, sondern auch als sehr genau. Es gestattete auch die Brechzahlbestimmung pulverisierter fester Körper. Eine weitere vereinfachte Form des Abbe-Refraktometers war das Eintauchrefraktometer nach Pulfrich aus dem Jahre 1899.
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