10. Mai 1846. Ein gewisser Carl Zeiß reicht artig bei der Landesdirektion in Weimar das Gesuch ein, ihm die Gründung eines mechanischen Ateliers zu gestatten. Für die Großherzogliche Landesregierung Weimar ein ganz normaler bürokratischer Vorgang, und mit gebotener Langsamkeit (auch damals wieherte der Amtsschimmel schon kräftig) wird am 19. November immerhin des gleichen Jahres die Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente sowie zur Errichtung eines Ateliers für Mechanik in Jena erteilt.
Der junge ehrgeizige Kerl fackelt nicht lange. Denn schon am 17. November 1846 eröffnet er - angeblich mit 100 gepumpten Talern - seine erste Werkstatt: Jena, Neugasse 7. | Zukunft von Anfang an
Wie alles begann
Weg des Mikroskops
Mikroskopie: Formel 1
Durchschlagend
Das Glas
Das Licht
Carl Zeiß stirbt
1896
Jahrhundertwende
Geschichte: Stationen
Eine Zeitreise
Nobel, nobel |
 | Carl Zeiß? Wer ist Carl Zeiß? Ihre Personalien bitte, Herr Mechanicus! Zeiß, Carl Friedrich, geboren 1816 in Weimar, nach dem Gymnasium Mechanikerlehre in Jena beim Hofmechaniker Dr. Friedrich Körner (der schon seit Anfang der vierziger Jahre einstufige Mikroskope baut), Vorlesungsbesuche an der Universität Jena (Mathematik, Experimentalphysik, Anthropologie, Mineralogie, Optik), ausgedehnte Wanderjahre, Praktikum am physiologischen Institut bei Professor Schleiden in Jena. Und jetzt also frischgebackener Firmeninhaber. Mit wenig Geld, mit gerade dem allernötigsten Gerät, ganz auf sich gestellt, mit düsterem Öllampenlicht. Aber, wichtiger, voller Ideen und Tatendrang. Er verkauft Brillen, Lupen und Waagen, er baut und repariert für die Universität physikalische und c hemische Apparate. Das Geschäft läuft. 1847 Umzug in eine neue Werkstatt, der erste Lehrling. In diesem Jahr stirbt Zeiß' alter Lehrmeister Dr. Körner, und Zeiß wendet sich dem Gebiet zu, das ihn schon seit der Lehrzeit fasziniert: Mikroskope.
Die Fertigung beginnt. Es sollten andere Werkstätten, andere Adressen folgen. Aber was soll's? Im Grunde genommen ist und bleibt Mikroskopie von Zeiss sowieso immer und überall die erste Adresse. |  |  |