| | Göttingen - Eine Zeitreise | |  |
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Zurück ins Jahr 1857. Rudolf Winkel gründet in Göttingen eine feinmechanische Werkstatt. Und was baut er? Mikroskope - erst einfache, dann größere, immer gute. Er ist erfolgreich, exportiert viel, erweitert den Betrieb, die Söhne treten in die Firma ein. 1894 erster Besuch von Ernst Abbe, 1911 wird Zeiss Hauptgesellschafter, das Unternehmen wächst.
Auch nach 1945 wird die Tradition der Jenaer Mikroskopfertigung in Göttingen fortgesetzt. 1957 geht die R. Winkel GmbH im Stiftungsbetrieb Carl Zeiss auf.
Zurück ins Heute. Da hat das Unternehmen, das für viele Mikroskop-Errungenschaften mitverantwortlich zeichnet und in dem ca. 80% der Geräte produziert werden, um die 750 Mitarbeiter. Dieses kleine Extra-Kapitel haben sie sich verdient.
Obwohl die Werke in Ost und West für über vier Jahrzehnte getrennt und unabhängig voneinander arbeiten, soll hier darauf verzichtet werden, die hier wie da erbrachten Leistungen auseinanderzudividieren. Ein Punkt für Oberkochen und Göttingen, der nächste Punkt an Jena? Nein.
Jeder Punkt an Carl Zeiss - und markante Punkte gibt es viele in der Zeiss'schen Mikroskop-Chronik nach 1945.
1949 beispielsweise. Da trägt die intensive Entwicklung auf dem Gebiet der Transmissions-Elektronen-Mikroskopie (TEM) reife Früchte. Und 1950 erblickt das erste Mitglied der Standard-Familie das Licht der Welt: Ein vielseitiges modulares Mikroskop-System entsteht und wird zu einer der erfolgreichsten Entwicklungen der Mikroskopiegeschichte. Im gleichen Jahr meldet Zeiss die Erfindung eines Vergrößerungswechslers zum Patent an, bekannt unter dem Namen Optovar. 1955 Premiere des vollständig neu konzipierten Photomikroskops mit integrierter Kamera und automatischer Belichtung. | Zukunft von Anfang an
Wie alles begann
Weg des Mikroskops
Mikroskopie: Formel 1
Durchschlagend
Das Glas
Das Licht
Carl Zeiß stirbt
1896
Jahrhundertwende
Geschichte: Stationen
Eine Zeitreise
Nobel, nobel |
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| 1955: Automatisches Photomikroskop |  |
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 | 1959, das Jahr von Ultrafluar: Damit gelingt Zeiss die Herstellung von Linsenobjektiven für Ultraviolett-Licht und sichtbares Licht - ein großer Schritt vorwärts in der Mikro-Spektralphotometrie.
1965 freuen sich Materialforscher wie Mediziner und Biologen über das Interphako-Verfahren zur Messung von Objektdicken im Nanometerbereich und Brechzahlen an kleinsten Substanzmengen. 1966 startet die Mikroskopreihe der Mikroval-Generation. Auch die beliebten Photomikroskope Ultraphot und Neophot werden als Versionen 2 neu entwickelt und setzen ihren weltweiten Siegeszug fort. 1969 folgt ein Scanning-Mikroskop-Photometer für automatische photometrische Untersuchung mikroskopischer Präparate ... |  |  |
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| 1965: NEOPHOT 2 | 1969: Scanning-Mikroskop-Photometer |
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 | Zeiss ist jederzeit für Innovatives gut. So auch 1973. Zeiss präsentiert das Mikroskopsystem Axiomat - ein modulares Zoom-Gerät von bisher unerreichter Stabilität und Bildleistung. |  |  |
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 | Im gleichen Jahr den vollautomatischen digitalen Gefügeanalysator Epiquant. 1975 die Multi-Immersionsobjektive Plan-Neofluar, 1976 die inversen Mikroskope IM 35 und ICM 405 in einem Design, das neue Maßstäbe setzt.
1982. Prototyp des Laserscanningmikroskops, im gleichen Jahr der aufsehenerregende Auftritt der JENA-MIKROSKOPE 250-CF mit neuentwickelten, voll korrigierten Unendlich-Objektiven - endlich auch für die tägliche Praxis in Medizin und Biologie. Und dann wieder eine optische Delikatesse, die Kenner nach wie vor ins Schwelgen bringt: Einführung der ICS-Optik, SI-Bauweise, Universalmikroskope Axioplan und Axiophot (1986), Inspektionsmikroskop Axiotron für die Halbleiterindustrie (ebenfalls 1986), das anspruchsvolle Routinemikroskop Axioskop (1987), die inversen Axiovert (1988). 1995 wurde bei Carl Zeiss das Zeitalter der digital fernsteuerbaren Mikroskopie mit Axioplan2 und Axiophot2 eingeleitet ...
... wo anfangen, wo aufhören?
1990. Ein großes Jahr. Und ausnahmsweise mal nicht der Mikroskope wegen. Die Mauer fällt auch zwischen den Unternehmen, die einen gemeinsamen Namen tragen. Und die Vereinbarung zu künftiger Zusammenarbeit scheint eine Extra-Schubkraft auszulösen, die eine neue Dimension eröffnet. Im schönsten Sinne des Wortes - ohne Grenzen ...
Es scheint seit jeher eine ganz besondere geistige Wahlverwandtschaft zwischen hochkarätigen Wissenschaftlern und Carl Zeiss zu geben. Menschen mit kühnen Ideen haben schon immer die Nähe von Zeiss gesucht, Zeiss hat schon immer die technologischen und methodischen Voraussetzungen für ihre Forschung geschaffen und engen Kontakt zu Universitäten und Instituten gepflegt. So ist die Schar der Nobelpreisträger, die mit Mikroskopen oder für Mikroskope von Zeiss gearbeitet haben, erstaunlich groß. Eine kleine Auswahl davon hier, der Beifall gilt allen. |  |  |
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