| | Der weite Weg des Mikroskops | |  |
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Erlerntes, Erfahrungen, eigene Vorstellungen - in seiner neuen Werkstatt in der Wagnergasse 32 geht Carl Zeiß mit Feuereifer an die Arbeit. Im September 1847 beginnt er mit der Fertigung einfacher Mikroskope, die vorwiegend für Präparierzwecke verwendet wurden. Schon damals unterscheiden sich die Instrumente Zeiß'scher Machart vorteilhaft von denen anderer Hersteller. Immerhin verkauft das junge Unternehmen noch im gleichen Jahr 23 (!) derartiger Präpariermikroskope, die im Lauf der folgenden Jahre immer wieder und weiter verbessert werden.
Eine umso größere Leistung, wenn man bedenkt, daß alle Geräte nicht auf wissenschaftlicher Grundlage, sondern durch praktisches Probieren, durch "Pröbeln" entstehen. Kaum glaublich, aber so wahr wie notwendig.
Und so pröbelt der Meister weiter und wagt sich relativ bald in Neuland. Zusammengesetzte Mikroskope (also Objektiv und Okular) sind sein Ziel. 1857 verkauft er sein erstes, die Stativ-I-Ausführung. | Zukunft von Anfang an
Wie alles begann
Weg des Mikroskops
Mikroskopie: Formel 1
Durchschlagend
Das Glas
Das Licht
Carl Zeiß stirbt
1896
Jahrhundertwende
Geschichte: Stationen
Eine Zeitreise
Nobel, nobel |
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| 1847: Das erste Mikroskop | 1857: Stativ I |
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 | Weitere Ausführungen folgen, weitere Entwicklungen folgen. 1861 erhält Carl Zeiß auf der thüringischen Gewerbeausstellung für seine zusammengesetzten Mikroskope eine Goldmedaille als Ehrenpreis, da "seine Geräte zu den vortrefflichsten in Deutschland überhaupt angefertigten gehören". 1863 wird Carl Zeiß zum Hofmechanikus ernannt, nach knapp 20 Jahren hat die Werkstatt rund 20 Mitarbeiter, das Geschäft blüht.
Aber Carl Zeiß will mehr.
1866. Das 1000. Mikroskop verläßt die Werkstatt von Carl Zeiß. Aber, bei allem Erfolg, der Chef hat anderes im Kopf. Seit langem ist er davon überzeugt, als erster übrigens, daß beim Bau von Mikroskopen "Pröbeln" allein unzureichend ist, daß auch bestes handwerkliches Können Grenzen hat, wenn die perfekte Form optischer Systeme durch Probieren und nicht durch Berechnung gesucht wird. Originalton Zeiß: "Der arbeitenden Hand dürfe keine andere Funktion mehr verbleiben, als die genaue Verwirklichung der durch die Rechnung bestimmten Formen und Abmessungen aller Konstruktionselemente."
Berechenbare, vorherbestimmbare Optik - lange Zeit arbeitet Zeiß allein auf dieses Ziel zu. Vergeblich. Aber er gibt nicht auf. Und trifft Dr. phil. Ernst Abbe.
Carl Zeiß, jetzt 50, gewinnt den 26jährigen Physiker und Mathematiker, Privatdozent an der Universität Jena, als freien wissenschaftlichen Mitarbeiter. Zwei kongeniale Köpfe ersinnen Unvorstellbares. |  |  |
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| Ernst Abbe (1840 - 1905) | Carl Zeiss (1816 - 1888) |
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