 | Der Wahnsinn des zweiten Weltkriegs ist zwar zu Ende. Doch die politische und ideologische Teilung in Ost-West bedeutet auch die unternehmerische und personelle Teilung von Zeiss. Ein bitterer, erzwungener Schnitt.
1945. Vorstände und viele Wissenschaftler werden von Jena nach Württemberg gebracht. Zahlreiche andere Wissenschaftler, Konstrukteure, Ingenieure und Werkmeister von Jena nach Rußland. Bis auf einen Rest von ungefähr 6% sind 1947 die Jenaer Werksanlagen demontiert und deportiert.
Schon in diesen ersten Nachkriegsjahren beweist Zeiss erneut, wie wichtig zukunftsorientiertes Denken ist. In Jena beginnt, mit etwa 4500 Mitarbeitern, der Wiederaufbau.
Im württembergischen Oberkochen, mit etwa 250 Mitarbeitern, der Neuanfang. Eine Institution wie Carl Zeiss ist eben nicht unterzukriegen. Sie verdoppelt sich höchstens. |  |