|
| ![]() | |||
|
| UNIVERSARIUM in Hamburg |
| Neue Sterne von Carl Zeiss für das Hamburger Planetarium | Downloads und Links | ||
| RTF-Dokumente Weitere Informationen | |||
| HAMBURG, 22.10.2003. Im Hamburger Planetarium erstrahlen die Sterne in neuem Glanz. Am 22. Oktober 2003 wurde eines der traditionsreichsten Planetarien Deutschlands nach umfassender Rekonstruktion und Installation eines Projektors UNIVERSARIUM Modell IX von Carl Zeiss wiedereröffnet. „Das ist ein tolles Gerät geworden. Hamburg bekommt den besten Sternhimmel der Welt.“ stellte Thomas Kraupe, Direktor des Hamburger Planetariums, zur Werksabnahme bei Carl Zeiss Jena fest. Die Besucher erleben einen künstlichen Sternhimmel, der seinem Vorbild in der Natur nicht mehr nachsteht. Gerade in den Städten, wo Straßenbeleuchtung und Reklamelichter den Blick zum Sternhimmel verwehren, gewinnt das Projektionsplanetarium an Bedeutung. Im Planetarium wird der Nachthimmel in seiner vollen Schönheit bewahrt und zieht die Menschen immer wieder in seinen Bann. Künstliche Sterne erstrahlen im Hamburger Planetarium seit 1930. Das UNIVERSARIUM ist bereits der vierte Planetariumsprojektor von Carl Zeiss, der hier in Betrieb geht. Seinen Vorgängern im Äußeren kaum noch ähnlich, sind auch seine Leistungen auf höchstem Niveau. So hell und brillant wie mit dem UNIVERSARIUM haben die Sterne an der 21-m-Kuppel noch nicht gestrahlt. Erstmals sind künstliche Sterne wirklich punktförmig, wird das scheinbare Strahlen der hellen Sterne (die „Zacken“) sichtbar. Früher mußten sich die Besucher erst an die Dunkelheit in der Kuppel gewöhnen, heute sind die Sterne selbst bei Raumlicht zu erkennen. Feinheiten wie das Flimmern der Sterne, die Szintillation, oder die schmale, fast unsichtbare Mondsichel in unmittelbarer Sonnennähe sind verblüffend realistisch dargestellt. Fast auf den Tag genau jährt sich der Geburtstag des modernen Projektionsplanetariums zum 80. Mal. Am 21. Oktober 1923 projizierte erstmals ein Planetariumsprojektor von Carl Zeiss künstliche Sterne an eine Kuppel im Deutschen Museum München. Der auf Präzisionsoptik und -mechanik beruhende Projektor ist bis zum heutigen Tag unübertroffen in seiner emotionalen Wirkung auf die Planetariumsbesucher. Mit dem UNIVERSARIUM verfügt Hamburg wieder über den modernsten Planetariumsprojektor der Welt. Die Vorgängermodelle in Hamburg hatten die bekannte Hantelform. Das neue UNIVERSARIUM dagegen besteht aus dem kugelförmigen „Starball“ direkt im Zentrum und einer Gruppe von acht Einzelprojektoren mit Spiegelköpfen, die vor dem Starball angeordnet sind. Der um drei Achsen drehbare Starball trägt alle Projektoren für den Sternhimmel und ihm zugeordnete Darstellungen wie Sternbildfiguren, Skalen und Markierungen. Die Einzelprojektoren bringen Sonne, Mond, Planeten und weitere kosmische Objekte an die Kuppel – auf astronomisch korrekten Bahnen. Im Hamburger Gerät sind Dias mit kundenspezifischen Grafiken für die Planeten eingebaut. Dargestellt werden alle Planeten des Sonnensystems, also auch die mit bloßem Auge nicht sichtbaren Planeten Uranus, Neptun und Pluto. Selbst Kleinplaneten, künstliche Raumsonden oder fiktive Objekte können projiziert und auf astronomischen Bahnen bewegt werden. Sonnen- und Mondfinsternisse, ob totale, ringförmige oder partielle, werden in ihrem natürlichen Ablauf gezeigt. Erstmals ist es möglich, eine Finsternis oder eine Sternbedeckung durch den Mond für einen bestimmten Ort auf der Erde, also auch für Hamburg, genau darzustellen. Die digitale Ansteuerung des UNIVERSARIUMs erlaubt es, Planetenpositionen in Sekunden einzunehmen. Sprünge in die ferne Vergangenheit oder Zukunft sind problemlos möglich, die Bindung an unseren Heimatplaneten Erde als Beobachterstandort ist aufgehoben. Flüge durch das Sonnensystem, der Anblick des Himmels von einem Nachbarplaneten, die Verfolgung eines Kometen auf seiner Bahn - all das wird mit dem UNIVERSARIUM anschaulich. Mit dem Konzept der Steuerung ist Carl Zeiss führend. Einfache Befehle ermöglichen es, das Planetarium sowohl manuell und interaktiv ohne Einschränkungen zu bedienen als auch vollautomatisch Vorführungen ablaufen zu lassen. Die Live-Aufzeichnung, die Kopplung von automatischer Wiedergabe und manueller Vorführung, die Synchronisation mit dem Ton und anderen Rechnersystemen sind mit dem UNIVERSARIUM eine Selbstverständlichkeit. Auch an einen schnellen Service ist gedacht. Carl Zeiss ist in der Lage, sich von Jena aus in die Steueranlage des UNIVERSARIUMs einzuklinken, um Ferndiagnosen und Software-Updates auszuführen. Den Hamburger Anspruch darauf, seinem Planetariumspublikum mit modernster Technik neue Erlebnisse zu bieten, unterstreicht auch die Installation des ersten Laserbildprojektors „ZULIP“ in Deutschland. Der von Carl Zeiss Jena und der Jenoptik AG, Jena entwickelte Projektor nutzt Laserlicht für die Bildprojektion. Ein Computer steuert die Bewegung des Bildes über die Kuppel, womit z. B. die Annäherung einer Raumsonde an einen Planeten oder die Flugbahn eines Kometen unter den Sternen simuliert werden kann. Zusätzlich lässt sich das Bild vergrößern und verkleinern, der optische Zoom erstreckt sich bis zu einer Bilddiagonalen von 90 Grad, wodurch ein Viertel der gesamten Kuppel überdeckt wird. Mit Hilfe des ZULIP-Projektors werden im Hamburger Planetarium Himmelsaufnahmen in einer Qualität gezeigt, die es mit keiner anderen Projektionstechnik zu erleben gibt. Die Farbenpracht und der extrem große Kontrastumfang zeichnen den Laserprojektor aus. ZULIP kann mit allen erdenklichen Bilddaten gespeist werden: stehende Bilder (Dias), Downloads aus dem Internet, Videos, Computeranimationen, Live-Kameradaten. Der Projektor bietet somit der Kreativität für die Programmgestaltung, für Präsentationen und spezielle Veranstaltungen vollen Spielraum. Die Planetariumstechnik von Carl Zeiss wird ergänzt durch ein digitales Projektionssystem aus den USA, das die Veranschaulichung des Kosmos übernimmt, sobald der Betrachter unser Sonnensystem verlässt. Alle Systeme ergänzen sich vorteilhaft. Mit dem optischen Projektor wird die Natur auf die sinnlichste und anschaulichste Art und Weise simuliert – so realistisch wie es kein anderes System vermag, die digitalen Projektoren zeigen computergenerierte Bilder, die zum dasVVerständnis für die Erscheinungen in den Tiefen des Weltalls beitragen. Gudrun Vogel Carl Zeiss Jena GmbH Pressereferat Produktbereiche Mikroskopie, Optisch-Elektronische Systeme Tel.: +49 3641 64-2770 Fax: +49 3641 64-2941 E-Mail: Carl Zeiss Planetarien 07740 Jena Volkmar Schorcht Tel.: 03641 64 2283 Fax: 03641 64 3023 E-Mail: planetarium@zeiss.de PI Nr.: J41/03 PL Wortzahl: 838 Zeichenzahl: 6230 |
|
|