Fall

Mit ZEISS PRESBYOND zur führenden Praxis:

dank konstanter Ergebnisse bei 200 Augen am Stück
17. September 2026 · 7 Min. Lesedauer
Ein lächelnder Mann im Anzug vor einem schlichten weißen Hintergrund
AUTOR Dr. med. Gabriel Castro, FWCRS, BMath CEO von Lumiata Oftalmologia und Galilei Cirurgia im brasilianischen São Paulo und Absolvent der Universität von São Paulo (USP).

Er ist ein Berater der Carl Zeiss Meditec AG.

Wozu ein Hornhauteingriff bei Presbyopie?

Presbyopiepatienten berichten in der klinischen Praxis oft, dass es für sie frustrierend ist, bei Alltagsaufgaben eine Brille tragen zu müssen – etwa beim Telefonieren, am Computer, beim Essen und beim Sehen auf mittlere Entfernung. Bei Patienten ohne visusmindernden Katarakt lassen sich die Linsenentfernung und die Implantation einer Intraokularlinse (IOL) zur Presbyopiekorrektur angesichts der bestehenden Risiken kaum rechtfertigen. Zu diesen Risiken gehören eine verminderte Kontrastempfindlichkeit, Dysphotopsie und das zwar seltene, aber reale Risiko schwerwiegender Komplikationen im Zuge intraokularer Eingriffe.

Als Hornhauteingriff ist die Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND Laser Blended Vision eine weniger invasive, aber wirksame Alternative zum refraktiven Linsenaustausch. Die PRESBYOND Software unterstützt die individuelle Planung der binokularen LASIK-Behandlung zur Optimierung der Schärfentiefe in beiden Augen für funktionelles Sehen auf jede Distanz. Der Behandlungsplan wird dabei auf Grundlage der Mikro-Anisometropie unter Berücksichtigung der präoperativen sphärischen Aberration und des funktionellen Augenalters aufgestellt. Das kontrollierte anisometropische Ablationsprofil wird seit etwa 20 Jahren verwendet. Die Patienten vertragen die induzierte Anisometropie sehr gut.1, 2 Mit Blick auf die Forschungslage zu Intraokularlinsen (IOLs) in der Presbyopiekorrektur ist die Dysphotopsiehäufigkeit im Allgemeinen geringer und Kontrastempfindlichkeit und Stereosehen bleiben eher erhalten.3

Das zugrunde liegende Prinzip und die Studienlage haben mich dazu bewogen, die Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND in mein Leistungsangebot aufzunehmen. Ich gehe diese Sachverhalte mit meinen Patienten durch, wenn wir die Möglichkeiten zur operativen Behandlung presbyopiebedingter Sehprobleme besprechen. In der folgenden Schilderung erfahren Sie, wie wir diese Grundlagen in die Praxis umgesetzt und unsere heutige Konstanz erreicht haben.

Eine führende Praxis in São Paulo zeigt, wie es geht

Als wir bei Lumiata Oftalmologia / Galilei Cirurgia mit dem Aufbau unseres Refraktionsangebots begannen, war die refraktive Hornhautkorrektur bei Presbyopiepatienten in unserer Gegend noch nicht besonders verbreitet. Zum Schließen dieser Lücke haben wir die Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND in Kombination mit ZEISS SMILE pro eingeführt, um mit unseren Angeboten für die refraktive Hornhautkorrektur noch mehr Patientengruppen zu erreichen: die Augenlaserbehandlung mit ZEISS SMILE pro für kurzsichtige Patienten, bei denen eine Presbyopie erst Jahre später zu erwarten ist, die Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND für phake Presbyopiepatienten und Premium-Intraokularlinsen, wenn kataraktbedingt eine Operation erforderlich ist. Diese Kombination, die wir schon früh entwickelt und im Rahmen hunderter Eingriffe optimiert haben, hat aus unserer Praxis ein Aushängeschild für refraktive Chirurgie in São Paulo gemacht.

Ein erstklassiges Ergebnis lässt sich unserer Ansicht nach nicht anhand eines einzelnen Patienten definieren. Vielmehr müssen bei sorgfältig ausgewählten Patienten durchweg sehr gute Ergebnisse erzielt werden, wobei eine Standardisierung durchaus hilfreich ist. Jeder Kandidat für eine Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND durchläuft dieselbe strenge klinische Bewertung mit Hornhaut- und Topographie-Screening, PRESBYOND Eignungstest (+1,50 dpt-Test), Dominanztest zur Bestimmung des fernsichtigen Auges und Messung der verbleibenden Akkommodationsfähigkeit. Die Logik für die Behandlungsplanung gilt für alle Fälle. Dabei werden das dominante Auge auf „plano“ und das nicht dominante Auge auf ein definiertes Nahziel ausgerichtet. Alle Patienten werden dann entsprechend einem einheitlichen postoperativen Protokoll nachbehandelt. Und was entscheidend ist: Ich bin persönlich bei jedem Schritt dabei – von der Beratung über die Diagnostik, die Behandlungsplanung und den Eingriff mit ZEISS VISUMAX 800 und ZEISS MEL 90 bis hin zu den Folgeuntersuchungen. Diese Kontinuität – ein Chirurg, ein Protokoll von der ersten Beratung bis zur letzten Folgeuntersuchung – dürfte in Verbindung mit der Technologie und dem standardisierten Ablauf auch bei einer großen Fallzahl zu konstanten Ergebnissen führen.

Die Aufmerksamkeit, die den Patienten zuteilwird, die konstanten Ergebnisse und die schnelle Genesung nach der Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND untermauern die Premium-Positionierung und sorgt für eine hohe Zufriedenheit der Patienten. Diese empfehlen uns weiter und sind wiederum die Hauptursache für neue Patienten.

Erste Schritte

Mein eigener Weg zur Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND begann mit einer strukturierten Schulung. Ich absolvierte den „Forefront Refractive Course“ an der London Vision Clinic. Dort erlernte ich die Protokollanwendung in einer angesehenen PRESBYOND Praxis aus erster Hand. Dadurch eignete ich mir solides Grundlagenwissen über die Prinzipien und die Behandlungsplanung an, bevor ich mit der Behandlung eigener Patienten begann. Das Lernpensum in puncto Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND lässt sich am besten durch eine sorgfältige Auswahl der ersten Eingriffe bewältigen. Zu Beginn sollten Kliniken nur Patienten mit leichter bis moderater Weitsichtigkeit oder moderater Kurzsichtigkeit, normalem, niedrigen Astigmatismus und ohne grenzwertige anatomische Gegebenheiten ansprechen. Im Idealfall sollten diese stark motiviert sein, ihren aktiven Lebensstil durch eine geringere Brillenabhängigkeit zu verbessern. Eine derartige Vorauswahl kann den Patienten dabei helfen, die zu erwartende Visusverbesserung besser einzuschätzen. Chirurgen mit entsprechender Erfahrung gewinnen mehr Sicherheit mit Blick auf das Protokoll und können sich dann auch komplizierteren Fällen widmen.

Ein aktuelles Beispiel aus meiner Praxis ist eine 47-jährige professionelle Fotografin und aktive Tennisspielerin, die in Beruf und Hobby auf scharfes Sehen auf jede Entfernung angewiesen ist. Sie wies einen geringen hyperopischen Astigmatismus auf: dominantes rechtes Auge +1,50 −1,00 × 75 (SE +1,00 dpt), nicht-dominantes linkes Auge +1,25 −1,00 × 85 (SE +0,75 dpt). Der CDVA lag auf beiden Augen bei 20/20 OU. Grenzwertige ophthalmologische Befunde oder Begleiterkrankungen lagen bei ihr nicht vor. Gemäß unserem Standardprotokoll wurde das dominante Auge auf „plano“ und das nicht dominante Auge auf eine Nah-Anisometropie von −1,50 dpt eingestellt. Die optische Zone betrug 7,00 mm, und die Behandlung wurde auf den Hornhautscheitel zentriert. Die Refraktion sechs Monate nach der Operation betrug plano −0,25 × 120 (SE −0,13 dpt) auf dem rechten und −1,50 dpt auf dem linken Auge. Die binokulare unkorrigierte Fernsicht betrug 20/16, die binokulare unkorrigierte Nahsicht N4 (J1). Die Patientin war sehr zufrieden und konnte in Beruf und Freizeit komplett auf ihre Brille verzichten.

  • Medizinische Bilddaten von ZEISS Meditec mit Keratometrie-, Elevations- und Epithelwerten sowie farbcodierten Topographien und den dazugehörigen Zahlen.

    Abbildung 1: Präoperative Topographie des nahsichtigen (nicht dominanten) Auges

  • Abbildung mit detaillierten Hornhauttopographiedaten von ZEISS Meditec in vier Quadranten mit farbcodierten Darstellungen und den entsprechenden Messwerten zu verschiedenen Parametern wie Axialkraft, Epithel und Elevation

    Abbildung 2: Postoperative Topographie des nahsichtigen (nicht dominanten) Auges in Einklang mit herkömmlichen LASIK-Topographien

Konstante Ergebnisse: Erfolge bei 200 Augen am Stück

Was mir bei der Augenlaserbehandlung bei PRESBYOND besonders auffällt, sind nicht die in Einzelfällen hervorragenden Ergebnisse, sondern vielmehr die konstante Vorhersagbarkeit, Wirksamkeit, Sicherheit und Behandlungszufriedenheit auch bei größeren Patientengruppen. Die Zahlen sprechen für sich.

Wir haben 200 Augen von 100 Patienten am Stück analysiert, die zwischen dem 18.4.2025 und dem 7.12.2025 einer Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND unterzogen wurden. Alle Eingriffe erfolgten entsprechend demselben Protokoll. Dabei verwendeten wir ein auf Grundlage unserer Erfahrungen eigens angepasstes Nomogramm, den ZEISS VISUMAX 800 Femtosekundenlaser und den ZEISS MEL 90 Excimerlaser. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 53,7 Jahre (Bereich 41–67), 44 % waren weiblich, und die durchschnittliche präoperative SE lag bei +0,85 dpt (Bereich −6,50 bis +4,12 dpt). Die Endauswertung erfolgte sechs Monate nach dem Eingriff.

Vorhersagbarkeit: Bei 91 % der Augen lag das SE bei ±0,50 dpt um den Zielwert und in 99 % der Fälle bei ±1,00 dpt.
Wirksamkeit: Der binokulare UDVA war bei 96 % der Patienten ≥ 20/20 (Schwellenwert 20/20, ohne formale 20/16-Analyse). Sämtliche Patienten wiesen einen binokularen UDVA von ≥ 20/25 und einen binokularen UNVA von ≥ N6 (logMAR ≤ 0,20) auf.
Sicherheit: In keinem der Fälle kam es zu einem Verlust um ≥ 2 CDVA-Zeilen.
Patientenzufriedenheit: 98 % der Patienten kamen ohne Brille aus. Die Gesamtzufriedenheit lag bei über 90 %.

Die konstanten Ergebnisse in dieser Serie hängen möglicherweise damit zusammen, dass stets derselbe Chirurg operierte und stets ein standardisiertes Protokoll befolgt wurde. Unserer Erfahrung nach entsteht eine derartige Konstanz nicht von selbst. Häufig hängt sie eng mit standardisierten Workflows zusammen, die konsequent befolgt werden.

Fazit

Wir wollten in São Paulo ein umfassendes, effektives und qualitativ hochwertiges Verfahren für die Presbyopiebehandlung aufbauen: ein Chirurg, ein standardisiertes Protokoll und ein Leistungsspektrum von der Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND bis zur Premium-Intraokularlinse, das den vielfältigen Visusbedürfnissen von Patienten in unterschiedlichen Lebensphasen gerecht wird.

Bei 200 Augen am Stück wurden durchweg hervorragende Ergebnisse erzielt – die Augenlaserbehandlung mit ZEISS PRESBYOND spricht also für sich. Nicht zuletzt aufgrund dieser Ergebnisse setzen unsere Patienten ihr Vertrauen in uns. Außerdem kennzeichnen sie uns als Aushängeschild für refraktive Chirurgie in dieser Stadt.


  • 1

    Reinstein DZ, Carp GI, Archer TJ, Gobbe M. LASIK for the correction of presbyopia in emmetropic patients using aspheric ablation profiles and a micro-monovision protocol with the Carl Zeiss Meditec MEL80 and VisuMax. J Refract Surg. 2012;28:531-541.

  • 2

    Brar S, Sute SS, Bagare SN, Ganesh S. Functional outcomes and reading speeds following PRESBYOND LBV using nonlinear aspheric ablation profiles combined with micro-monovision. J Ophthalmol. 2021;2021:2957443.

  • 3

    de Vries NE, Nuijts RMMA. Multifocal intraocular lenses in cataract surgery: literature review of benefits and side effects. J Cataract Refract Surg. 2013;39(2):268-278.

Im Video erfahren Sie, was die konstanten Ergebnisse mit ZEISS PRESBYOND für die Praxis von Dr. Gabriel Castro bedeuten.

  • Originalsprache: EN | Untertitel: Keine

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  • Establishing a premium ZEISS PRESBYOND practice:
    Consistent outcomes across 200 consecutive eyes

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