Mikroskopielösungen für die Lebensmittelanalyse
Mikroskopieanwendungen im Labor

Mikroskopielösungen für die Lebensmittelanalyse

Weisen Sie Inhalts- und Zusatzstoffe und unerwünschte Substanzen nach

Bei einer Lebensmittelanalyse werden Inhalts- und Zusatzstoffe sowie unerwünschte Substanzen wie Mykotoxine, Schwermetalle und verbotene Stoffe nachgewiesen. Die Methoden der Lebensmittelanalyse werden auch zur Bestimmung von Fremdkörpern genutzt. Solche Untersuchungen sind aus Sicherheitsgründen und für gute Kundenbeziehungen unverzichtbar. Mithilfe von Mikroskopen können Glasfragmente, Metalle, Plastikteile und Steine sowie Fragmente des Lebensmittels selbst identifiziert werden. Labore führen darüber hinaus Kontrollen auf Düngemittel und Pestizide durch. Es werden die Ursachen für die Verderblichkeit von Lebensmitteln untersucht und Konservierungsmethoden entwickelt. Auch die Mikrostruktur von Lebensmitteln ist von besonderem Interesse, da sie die Eigenschaften, das Verhalten, den Geschmack und die Textur der Lebensmittel entscheidend beeinflussen. Darüber hinaus müssen die Prozesse, die zur Entstehung der unterschiedlichen Strukturen wie Schäume, Emulsionen, Dispersionen, Extrudate und Fasern führen, verstanden werden.

Verwenden Sie Stereomikroskope mit geringer Vergrößerung zur Untersuchung von Fremdkörpern. So können Sie unbekannte Partikel vorab identifizieren und anschließend die jeweils passende Methode für die weitere Analyse der Partikel festlegen. Die Untersuchung gibt Aufschluss darüber, wie die Partikel entstanden sind und ob sie während der Herstellung oder nachträglich durch den Kunden in das Produkt gelangt sind.

Die weiterführende Analyse erfolgt mithilfe von Lichtmikroskopen mit Hellfeld, Polarisation und Fluoreszenzkontrast. Manche Lebensmittelkomponenten, darunter Stärke, Fette, Pflanzenzellwände, Muskelfasern und zahlreiche Geschmacksstoffe, weisen doppelbrechende Strukturen auf. Der Polarisationskontrast ist für die Untersuchung solcher kristallinen Materialien von unschätzbarem Wert. Kombiniert mit Linkam-Heiztischen können die Auswirkungen der Temperierung (z. B. Alterung) auf diese Strukturen betrachtet werden. Um Mikroorganismen wie Bakterien nachzuweisen, ist die Fluoreszenzmikroskopie gefärbter Proben das Verfahren der Wahl. Für die Visualisierung und Untersuchung von Bakterien wie S. aureus, E. coli, Salmonellen, Campylobacter und Shigellen wird üblicherweise die Gram-Färbung verwendet. Die Blaufärbung von Stärke mit Iod, mit Fas-Green-FCF oder Säurefuchsin ist insbesondere für die Lokalisierung von Proteinen geeignet. Da die meisten Lebensmittel einen hohen Wasser- und/oder Fettgehalt haben, werden häufig auch Environmental-Rasterelektronenmikroskope (Environmental-SEM) eingesetzt. Sie ermöglichen die Kontrolle unterschiedlicher Druck- und Feuchtigkeitsbedingungen in der Probenkammer und somit die Untersuchung von Lebensmittelsystemen, ohne die Proben einfrieren oder trocknen zu müssen.


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